Alle zwei Jahre verleiht das ifz den Ehrenpreis CLARA an Frauen, die sich in besonderer Weise für Frauen und Kinder engagieren.

Preisverleihung Ehrenpreis CLARA 2019 geht an Anna Etter
Das internationale Frauenzentrum Bonn verleiht in diesem Jahr zum vierten Mal den Ehrenpreis CLARA. Clara steht für die Frau mit dem klaren, weitsichtigen Kopf. Kriterium für die Auswahl der Preisträgerin ist jeweils, eine Frau zu finden, die ähnliche Ziele wie das ifz verfolgt.  Das ifz, inzwischen in seinem fast 20. Wirkungsjahr in Bonn, zählt rd.100 Mitglieder. Die Frauen kommen aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika. Das ifz setzt sich ein für Frieden und Menschenrechte, für mehr Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau.  Das ifz nimmt aktiv an Aufklärungskampagnen für die Rechte der Frau teil. Frauen werden ermutigt, sich für ihre Belange einzusetzen und sich sozial zu engagieren. Dieses Jahr haben wir uns für Anna Etter als Preisträgerin entschieden. Die Bonnerin Anna Etter hat im Jahr 2008 in Thiruvannamalai in Tamil Nadu / Südindien mit ihrem Einsatz für verstoßene Witwen angefangen. Daraus hat sich dann der Verein OM Shanti e.V. entwickelt, mit dessen Mitteln und Unterstützenden sie vielen alten und jungen Witwen mit ihren Kindern wieder zu einem würdigen Leben verhilft.

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General-Anzeiger Bonn, 18.10.2019

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

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Bonner Rundschau, 30.10.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ehrenpreisverleihung CLARA 2017 ging an Christel Naylor

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Seit 34 Jahren arbeitet Christel Naylor für den Verein "Hilfe für Frauen in Not - Frauenhaus in Bonn". Seit 34 Jahren unterstützt die 82-jährige dort Frauen und Kinder, die Opfer von Gewalt geworden sind.  Und das Wichtigste:  Seit 34 Jahren macht Cristel Naylor diese Arbeit ehrenamtlich. Das ifz zeichnete sie für ihre besonderen Einsatz aus.

"Es ist schön zu wissen, dass unser Arbeit in dem Haus auch öffentlich Anerkennung findet", so die Preisträgerin. Der Preis gehöre nicht ausschließlich ihr, erklärte Christel Naylor, sondern dem Frauenhaus im Allgemeinen und allen Mitarbeitern, die tagtäglich so viel leisten. Seit 1983 ist die Bonnerin im Frauenhaus tätig, zuletzt war sie Vorsitzende des Vereins. "Unser Ziel ist es, Frauen auf dem sehr schwierigen Weg raus aus der häuslichen Misere in die Eigenständigkeit zu begleiten", sagte Naylor.

Jutta Lutz-Kadereit, Noushin Shojaei und Hedwig Benke vom ifz geht es darum, auf die Arbeit aufmerksam zu machen:  "Unsere Preisträgerinnen sind Frauen, die sich unglaublich viel engagieren, aber immer im Dunkeln arbeiten. Wir wollen mit unserer Auszeichnung die Arbeit dieser Frauen sichtbar machen", erklärte Lutz-Kadereit.

In Zukunft wird Naylor im neu gegründeten Beirat des Vereins mitwirken und sich schrittweise von der Arbeit zurückziehen. "Ich denke langsam daran, dass meine Lebensuhr abläuft". sagte die 82-jährige lächelnd. Wenn sie zurückschaut, ist sie auf zwei Projekte besonders stolz: Wir haben im Laufe der Zeit zwei Kinderprojekte entwickelt, einmal 'Mut tut gut' und 'Kinder lernen lernen'. Die Projekte richten sich an die Kinder, die von der Gewalt natürlich mitbetroffen sind". Sich von der Arbeit zurückzuziehen, fällt ihr nicht leicht: "Das Frauenhaus hat mich immer jung gehalten. Die Menschen dort sind meine zweite Familie."

Von Charleen Florijn, General-Anzeiger, 19.10.2017