ifz - Rückblick

Frauen gestalten Weltentwicklung

Die Herstellung und Begrenzung von Handlungsräumen

  • Mittwoch, den 28.01.2004, 19.00 Uhr

    Roseline Achieng (Kenia/Bielefeld) - "Women in armed conflicts". A women's civil society group negotiating the notion of a moral community: The example of the Rural Women Peace Net Rift Valley Kenya.

    Der Vortrag stellt die Handlungsräume und -fähigkeiten kenianischer Frauengruppen in Konflikt- und Friedensverhandlungen heraus und geht insbesondere auf den Einfluss von Frauen auf die Herstellung der moralischen Ordnung ein.
    Roseline Achieng promoviert an der Universität Bielefeld zu einem Thema der Entwicklungszusammenarbeit. Sie arbeitete lange für eine kirchliche NRO in Kenia.

  • Mittwoch, den 18.02.2004, 19.00 Uhr

    Marion Wossen Popp (Äthiopien/Berlin) "Die Herstellung und Begrenzung von Handlungsräumen für Männer und Frauen durch entwicklungspolitische Umweltmaßnahmen" Das Beispiel eines Waldbewirtschaftungsprojekts der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Äthiopien

    Der Vortrag stellt die Geschlechtsspezifik lokaler Naturkonzeptionen dar. Auf welche Weise erweitert und begrenzt der Waldbewirtschaftungsansatz, dem ein westliches Naturkonstrukt zugrunde liegt, die Handlungsräume von Männern und Frauen. Die Bielefelder Entwicklungssoziologin Marion Wossen-Popp arbeitete als Gutachterin für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und promoviert zur Zeit am Institut für Ethnologie der FU Berlin.

  • Mittwoch, den 24.03.2004, 19.00 Uhr

    Alicia Rivero (Argentinien/Bonn) "Die Auswirkungen neoliberaler Wirtschaftspolitik auf argentinische Frauen."

    Die Referentin stellt ökonomische Globalisierungsprozesse aus geschlechtsspezifischer Sicht dar und behandelt die Frage, ob diese Frauen Handlungsräume eröffnen oder sie eher benachteiligen. Alicia Rivero, tätig als entwicklungspolitische Gutachterin, gilt ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet.

  • Mittwoch, den 21.04.2004, 19.00 Uhr

    Natalie Irvieng (Jamaica) und Tounkara Kadé Diallo (Guinea) stellen dar, wie die Arbeit des Marie-Schlei-Vereins zu einer Erweiterung ihrer Handlungsräume beigetragen hat.

    Warum sind in der Entwicklungszusammenarbeit spezifische Frauenprojekte notwendig? Die Referentinnen geben Einblicke in die heterogenen sozialen, kulturellen, ökonomischen, und politischen Lebenssituationen von Frauen in der sogenannten Dritten Welt.

  • Donnerstag, den 22.04.2004, 19.00 Uhr

    Eva-Maria Bruchhaus (Köln) "Medica Kosova. Vom Projekt zur eigenständigen Frauenorganisation."

    Positive Einschätzungen zu frauenpolitischen Massnahmen in der Entwicklungszusammenarbeit gibt es nicht sehr häufig. Frau Bruchhaus hat als entwicklungspolitische Gutachterin ein Projekt von medica mondiale evaluiert, das Frauen im Kosovo hilft, die Opfer von kriegsbedingter sexueller Gewalt wurden, ihre Traumata zu überwinden und ihr Leben aktiv zu gestalten. Innerhalb von drei Jahren wurde dieses Projekt zu einer eigenständigen Frauenorganisation.

  • Mittwoch, den 28.04.2004, 19.00 Uhr

    Asia Abdulkadir (Eritrea/Köln) "Die Perzeption von Gewalt im Geschlechterverhältnis in Eritrea"

    Die partriachalische Geschlechterordnung Eritreas führt zu vielfältigen Gewalterfahrungen für Frauen. Seitdem Frauen in Eritrea zum Militär eingezogen werden, gibt es einen Bruch in der Generation der Frauen. Die ehemaligen Freiheitskämpferinnen setzten den Militärdienst für Frauen durch. Junge Frauen hingegen fürchten sich davor, da sie während des Militärdienstes Gewaltverbrechen erfahren. Asia Abdulkadir beschäftigt ist aktiv in der Initiative agisra Köln e.V. (Arbeitsgemeinschaft gegen internationale und rassistische Ausbeutung) und engagiert sich gegen weibliche Genitalverstümmelung. Sie wird auch über aktuelle Entwicklungen in Flüchtlingslagern im Sudan berichten.

  • Mittwoch, den 26.05.2004, 19.00 Uhr

    Thuweba Diwani (Kenia/Bonn): "Starke Frauen Afrikas in Vergangenheit und Gegenwart"

    Die Referentin stellt den Einfluss herausragender afrikanischer Frauen auf ökonomische, kulturelle, soziale und politischer Veränderungsprozesse dar, der in der Vergangenheit von einer breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurde. Thuweba Diwani hat in Bonn einen Aufbaustudiengang ‚Agrarwissenschaften und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen' absolviert und promoviert an der Universität Bonn am Institut für Pflanzenernähung.

Alle Vorträge finden statt im Seminarraum des Internationalen Frauenzentrums, Quantiusstraße 8 (hinter dem Bonner Hauptbahnhof)
Eintritt pro Vortrag: € 2,-

Die Vortragsreihe wird von der Stadt Bonn unterstützt.